Tour Friaul 2023: Valbruna Kirche (Foto: Andreas Kuhrt)
Kirche in Valbruna: ein Gebirgsdorf  im Val Saisera auf ca. 800 m, 8 km südwestlich von Tarvisio, ca. 200 Einwohner
Tour Friaul 2023: Valbruna Kirche (Foto: Andreas Kuhrt)
Denkmal Julius Kugy in Valbruna (Foto: Manuela Hahnebach)
Denkmal in Valbruna für Julius Kugy (1858-1944): Bergsteiger und Schriftsteller, Erschließer der Julischen Alpen in Kärnten, Slowenien und Italien
Denkmal Julius Kugy in Valbruna (Foto: Manuela Hahnebach)
Tour Friaul 2023: Valbruna Inn (Foto: Andreas Kuhrt)
BB-Hotel Valbruna Inn (die einzige Unterkunft, die Mitte September noch Gäste aufgenommen hat)
Tour Friaul 2023: Valbruna Inn (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Valbruna Inn: Frühstücksbuffet (Foto: Andreas Kuhrt)
Schönes Frühstücksbuffet mit viel Süßkrams und einem Eierkoch-Automaten, den ich erst bedienen lernen musste
Tour Friaul 2023: Valbruna Inn: Frühstücksbuffet (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Valbruna Inn: Grappa-Selbstbedienungs-Bar (Foto: Andreas Kuhrt)
Das hier konnte ich sofort bedienen: an der tollen Grappa-Selbstbedienungs-Bar konnte man (sich) selbst abfüllen
Tour Friaul 2023: Valbruna Inn: Grappa-Selbstbedienungs-Bar (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Valbruna: Österreich-Ungarischer Soldatenfriedhof 1. Weltkrieg (Foto: Andreas Kuhrt)
Österreich-Ungarischer Soldatenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg bei Valbruna: das heutige Norditalien von Südtirol bis zu den Julischen Alpen war Schauplatz eines mörderischen Gebirgskriegs zwischen Österreich-Ungarn und Italien
Tour Friaul 2023: Valbruna: Österreich-Ungarischer Soldatenfriedhof 1. Weltkrieg (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Saisera (Foto: Andreas Kuhrt)
Im Val Saisera bei Valbruna (Seiseratal/dolina Zajzera) - in der Gegend haben die Sachen friaulan-, italien-, slowenische und deutsche Namen
Tour Friaul 2023: Val Saisera (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Blick zum Jôf di Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Am Val-Saisera-Talschluss fallen die Nordwände der Montasio-Kette steil ab
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Blick zum Jôf di Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Blick zum Jôf di Montasio (Foto: Manuela Hahnebach)
Die letzte Wiese im Val Saisera: im Hintergrund: Jôf di Montasio, mit 2754 m der höchste Gipfel der Julischen Alpen auf italienischer Seite (in Slowenien ist der Triglav mit 2864 m der höchste Berg)
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Blick zum Jôf di Montasio (Foto: Manuela Hahnebach)
Tour Friaul 2023: Italienische Schützengräben des 1. Weltkriegs im Val Saisera (Foto: Andreas Kuhrt)
So friedlich war es hier nicht immer: italienische Schützengräben der Saisera-Front im 1. Weltkrieg
Tour Friaul 2023: Italienische Schützengräben des 1. Weltkriegs im Val Saisera (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Infotafel Saisera-Front im Erster-Weltkriegs-Themenpark (Foto: Andreas Kuhrt)
Infotafel zur Saisera-Front des Themenparks 1. Weltkrieg
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Infotafel Saisera-Front im Erster-Weltkriegs-Themenpark (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Infotafel Saisera-Front im Winter im Erster-Weltkriegs-Themenpark (Foto: Andreas Kuhrt)
Infotafel Winter an der Front: Neben Kälte, Hunger, Überlastung und Auszehrung waren Lawinen eine tödliche Gefahr: durch Lawinen sind am 11.04.1915 tausende italienische und österreichisch-ungarische Soldaten gestorben
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Infotafel Saisera-Front im Winter im Erster-Weltkriegs-Themenpark (Foto: Andreas Kuhrt)
Nach Osten blickt man am Nabois (2301 m) vorbei zu den Slowenischen Bergen in etwa 9 km Entfernung
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Serpentinenstraße zur Grego-Hütte (Foto: Andreas Kuhrt)
Unter dem Montasio (Montasch) führt eine Serpentinenstraße aus dem 1. Weltkrieg in 15 Kehren von ca. 1000 m (bei der Saisera-Alm) auf 1400 m zur Grego-Hütte
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Serpentinenstraße zur Grego-Hütte (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Rifugio Fratelli Grego (Foto: Andreas Kuhrt)
Rifugio Fratelli Grego unter der Montasio-Nordwand...
Tour Friaul 2023: Rifugio Fratelli Grego (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Hasel-Bier an der Rifugio Fratelli Grego (Foto: Andreas Kuhrt)
für ein schnelles Bier hat der Wirt noch mal aufgemacht
Tour Friaul 2023: Hasel-Bier an der Rifugio Fratelli Grego (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Malga Sompdogna mit Jôf di Miezegnot (Foto: Andreas Kuhrt)
Schafherde an der Somdogna-Alm (1450 m), im Hintergrund rechts oben: der Jôf di Miezegnot (2087 m), wohin wir wollten
Tour Friaul 2023: Malga Sompdogna mit Jôf di Miezegnot (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Panoramablick über die Malga Somdogna zur Montasio-Kette (Foto: Andreas Kuhrt)
Panoramablick von der Somdogna-Alm zur Montasio-Kette: Kleiner und Großer Nabois (2301 m), Jôf Fuart 2663), Cime Castrein (2499), Cima di Terrarossa 2420), Modeon del Montasio (2608), Jôf di Montasio (2754)
Tour Friaul 2023: Panoramablick über die Malga Somdogna zur Montasio-Kette (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: ehemalige Stellung der Gemona-Alpini im 1. Weltkrieg (Foto: Andreas Kuhrt)
Das Kriegsdorf: Italienische Stellung der Alpini Gemona (Gebirgsjäger aus Gemona) aus dem 1. Weltkrieg auf 1900 m Höhe unterhalb des Miezegnot-Gipfels
Tour Friaul 2023: ehemalige Stellung der Gemona-Alpini im 1. Weltkrieg (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Schutzhütte in der ehemaligen Kapelle der Stellung der Gemona-Alpini (Foto: Andreas Kuhrt)
Die ehemalige Kapelle wurde zur Schutzhütte Bivacco Alpini Gemona umgebaut...
Tour Friaul 2023: Schutzhütte in der ehemaligen Kapelle der Stellung der Gemona-Alpini (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: ehemalige Stellung der Gemona-Alpini im 1. Weltkrieg, im Hintergrund Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
mit tollem Ausblick auf die Nordwände der Motasio-Kette und ins Val Dogna (rechts)
Tour Friaul 2023: ehemalige Stellung der Gemona-Alpini im 1. Weltkrieg, im Hintergrund Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Aufstieg zum Miezegnot-Sattel (Foto: Andreas Kuhrt)
Der Aufstieg zum Jôf di Miezegnot ist nicht lang, aber verdammt bröselig
Tour Friaul 2023: Aufstieg zum Miezegnot-Sattel (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: am Miezegnot-Sattel: Blick ins Fella-Tal (Foto: Andreas Kuhrt)
Am Miezegnot-Sattel (2000 m): Blick nach Norden ins Kanaltal und zu den Karnischen Alpen... Eigentlich wollten wir über den Planja-Sattel hinter dem Jôf di Miezegnot (im Hintergrund, 2087 m) nach Norden absteigen...
Tour Friaul 2023: am Miezegnot-Sattel: Blick ins Fella-Tal (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: am Miezegnot-Sattel: Blick zum Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
aber die angekündigte schwierige Wegstrecke mit ungesicherten Kletterpassagen auf der einen und Donnergrollen auf der anderen Seite haben uns zur Umkehr bewogen, zurück zum Saisera-Tal (ganz links), rund 1000 m tiefer
Tour Friaul 2023: am Miezegnot-Sattel: Blick zum Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Abstieg vom Miezegnot ins Val Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
Aus dem Val Dogna zogen ziemlich schnell Wolken auf und stauten sich am Montasio...
Tour Friaul 2023: Abstieg vom Miezegnot ins Val Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
sah hübsch aus, kann aber auch krasses Unwetter werden
Tour Friaul 2023: Schafherde an der Somdogna-Alm (Foto: Andreas Kuhrt)
Die Schafherde an der Somdogna-Alm war inzwischen frei gelassen worden und holte sich ihr Abendbrotgras, wir hatten noch 12 km Rückweg vor uns
Tour Friaul 2023: Schafherde an der Somdogna-Alm (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Pizzeria Papillo (Foto: Andreas Kuhrt)
Zur Belohnung gabs abends Pizza in der Pizzeria Papillo (bei Camporosso)
Tour Friaul 2023: Pizzeria Papillo (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Sonnenaufgang am Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Alles wieder neu am nächsten Morgen: Sonnenaufgang am Montasio. Wir wollten aber mal was anderes als den Berg...
Tour Friaul 2023: Val Saisera: Sonnenaufgang am Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: unterer Fusine-See (Lago di Fusine inferiore) (Foto: Andreas Kuhrt)
Laghi di Fusine (Weißenfelser Seen): zwei schöne Bergseen ganz im Osten Friauls in einem Tal, das von slowenischen Grenzbergen um den Mangart (2679 m, der höchste Buckel links) abgeschlossen wird...
Tour Friaul 2023: unterer Fusine-See (Lago di Fusine inferiore) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Rundweg am unteren Lago di Fusine (Foto: Andreas Kuhrt)
kann man auf einem schönen Wanderweg entlang des Ufers umrunden (ca. 2 km lang)
Tour Friaul 2023: Rundweg am unteren Lago di Fusine (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: unteren Lago di Fusine (Foto: Andreas Kuhrt)
Am hinteren See-Ende: sehr idyllisch, sehr ruhig, kaum Leute
Tour Friaul 2023: unteren Lago di Fusine (Foto: Andreas Kuhrt)
Nach einem kurzen Übergang gehts zum oberen Weißenfelser See (Lago di Fusine superiore), der ein paar Meter höher liegt
Tour Friaul 2023: oberen Lago di Fusine (Foto: Andreas Kuhrt)
Hinter dem oberen Weißenfelser See umschließt die slowenische Mangart-Kette das italienische Seetal mit der Seealm
Tour Friaul 2023: oberen Lago di Fusine (Foto: Andreas Kuhrt)
Fusine-Süd-See-Idyll
Tour Friaul 2023: unterer Fusine-See mit Ruderbooten (Foto: Andreas Kuhrt/Manuela Hahnebach)
Noch mal ein Abstecher zum Bootsverleih am unteren See (das sah schon am Morgen schön aus, hatte da aber noch kein Licht)
Tour Friaul 2023: unterer Fusine-See mit Ruderbooten (Foto: Andreas Kuhrt/Manuela Hahnebach)
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): ehemaliges Bergwerk (Foto: Andreas Kuhrt)
Kontrastprogramm im Nebental des Rio Lago: das ehemalige Bergwerk...
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): ehemaliges Bergwerk (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl) (Foto: Andreas Kuhrt)
Cave del Predil: bis zum 1. Weltkrieg lag Raibl im Kaiserreich Österreich-Ungarn...
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): Kaiser Franz Erbstollen (Foto: Andreas Kuhrt)
mit der bedeutendsten Zink- und Blei-Mine der Alpen
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): Kaiser Franz Erbstollen (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Bergarbeiter-Denkmal in Cave del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
Bergarbeiter-Denkmal: ursprünglich arbeiteten hier österreichische und slowenische Bergleute in Stollen in über 1000 m Tiefe im Monte Re, bestimmt kein Spaß!
Tour Friaul 2023: Bergarbeiter-Denkmal in Cave del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): beim ehemaligen Bergwerk (Foto: Andreas Kuhrt)
1991 wurde das Bergwerk geschlossen und ein "Internationaler Geomineralienpark" eingerichtet (ein paar abgestellte Bergwerksgeräte gehören dazu), es gibt Führungen durch ein etwa 1200 m langes Stollensystem
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): beim ehemaligen Bergwerk (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl) (Foto: Andreas Kuhrt)
Cave del Predil sieht ganz schön trostlos aus
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): Kirchen an der Via Giuseppe Garibaldi (Foto: Andreas Kuhrt)
Die Via Giuseppe Garibaldi ist der "Hotspot" des Ortes: 2 Kirchen (St. Anna von 1550 und die moderne von 1969), Spielplatz und Militärhistorisches Museum der Julischen Alpen (links im Hintergrund der Raibler Fünfspitz)
Tour Friaul 2023: Cave del Predil (Raibl): Kirchen an der Via Giuseppe Garibaldi (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Lago del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
Etwa 2 km südlich von Cave del Predil liegt der Lago del Predil im Rio-Lago-Tal (Seebach)...
Tour Friaul 2023: Lago del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: am Südufer des Lago del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
Weiter Kieselstrand am Südufer des Lago del Predil
Tour Friaul 2023: am Südufer des Lago del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: am Südufer des Lago del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
ein im Sommer gern genutzter Bade- und Wassersportsee (im Hintergrund wieder der markante Raibler Fünfspitz, rechts am Berg gehts über den Predil-Pass nach Slowenien)
Tour Friaul 2023: am Südufer des Lago del Predil (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Wenn man der Predil-Straße SP67 weiter südlich um die Montasio-Gruppe folgt, gibts am Nevea-Sattel einen Abzweig zum Altopiano del Montasio, eine Hochebene auf etwa 1500-1600 m südlich des Montasio
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: auf dem Altopiano del Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Das Altopiano del Montasio ist Ausgangspunkt für für Bergbesteigungen des Montasio-Gipfels (2754 m), Cima di Terrarossa (2420) und des Buinz (2554)
Tour Friaul 2023: auf dem Altopiano del Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Rifugio Giacomo di Brazzà (Foto: Andreas Kuhrt)
Die Berghütte Rifugio Giacomo di Brazzà liegt auf 1850 m am Fuß der Montasio-Kette...
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Rifugio Giacomo di Brazzà (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Rifugio Giacomo di Brazzà (Foto: Andreas Kuhrt)
benannt nach dem Naturforscher Graf Giacomo Savorgnan di Brazzà (nicht Hirter, wie man denken könnte)...
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Rifugio Giacomo di Brazzà (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: auf dem Altopiano del Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
der 1881 erstmals den Jôf di Montasio von der Südseite über die Forca Verde bestieg: die jetzige Normalroute Brazza-Weg...
Tour Friaul 2023: auf dem Altopiano del Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Montasio-Südseite (Foto: Andreas Kuhrt)
geht hinten links am Schotterfeld entlang und steigt dann nach rechts in die Montasio-Südwand
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Montasio-Südseite (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Malga Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Neben der Brazzà-Hütte gibt es auf der Montasio-Hochfläche einige Almen (Rinder-Weiden)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Malga Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Malga Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
In der Malga Montasio haben wir trotz später Einkehr wenigstens eine Brotzeit bekommen (der Montasio-Käse ist in Friaul sehr beliebt)
Tour Friaul 2023: Altopiano del Montasio: Malga Montasio (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Cascata Torrente Raccolana (Foto: Andreas Kuhrt)
Bei der Weiterfahrt entlang des Raccolana-Tals haben wir am Aussichtspunkt Cascata Repeleit noch einen Stopp eingelegt, allerdings fand ich die künstlich angelegte Raccolana-Stufe interessanter ...
Tour Friaul 2023: Cascata Torrente Raccolana (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Raccolana-Tal: Cascata Repeleit (Foto: Andreas Kuhrt)
als den dürren Repeleit-Wasserfall
Tour Friaul 2023: Raccolana-Tal: Cascata Repeleit (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
Das Val Dogna ist ein etwa 10 km langes Tal von Dogna (am Fluss Fella) bis zum Somdogna-Sattel zwischen den Bergketten des Monte Cimone bis Montasio (in den Wolken) im Süden und des Jôf di Dogna bis zum Miezegnot auf der Nordseite
Tour Friaul 2023: Val Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: italienische Stellung des 1. Weltkriegs (Foto: Andreas Kuhrt)
Die Straße durch das Dogna-Tal ist durch endlose Kurven und Kehren allerdings über 18 km lang: nach etwa 12 km kommt man bei einem Felssporn an italienischen Stellungen aus dem 1. Weltkrieg vorbei
Tour Friaul 2023: Val Dogna: italienische Stellung des 1. Weltkriegs (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: italienische Stellung des 1. Weltkriegs (Foto: Andreas Kuhrt)
Hier gibt es jede Menge betonierte Bunker, Tunnel, Wehrgänge...
Tour Friaul 2023: Val Dogna: italienische Stellung des 1. Weltkriegs (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: italienische Stellung des 1. Weltkriegs (Foto: Andreas Kuhrt)
und festungsmäßig ausgebaute Schützengräben, die als Versorgungsbasis der Alpini und als Grenzbastion dienten
Tour Friaul 2023: Val Dogna: italienische Stellung des 1. Weltkriegs (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Flussbett der Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
Der Fluss Dogna ist im Herbst nur ein kleines Rinnsal, das Flussbett lässt aber ahnen, was hier im Frühjahr zur Schneeschmelze abgeht
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Flussbett der Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Plan dei Spadovai (Foto: Andreas Kuhrt)
Im Val Dogna gibt es ein paar von der Welt abgeschnittene Dörfer und zwei Almhöfe: Plan dei Spadovai (und Malga Somdogna am oberen Talende)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Plan dei Spadovai (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Plan dei Spadovai: Wachgänse (Foto: Andreas Kuhrt)
Die Plan dei Spadovai war im 1. Weltkrieg als Hauptquartier dieses Bereichs der Grenzbefestigungen gegen Österreich-Ungarn ausgebaut worden: die Wachgänse vertreiben heut noch jeden Eindringling
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Plan dei Spadovai: Wachgänse (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Aufstieg zur Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Wir wollten da hoch in die Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) zwischen den Gipfeln Due Pizzi/Cima Alta (links, 2046 m) und Monte Piper (rechts, 2065 m)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Aufstieg zur Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Aufstieg aus dem Val Dogna zur Piper-Scharte (Foto: Andreas Kuhrt)
Der Weg zick-zackt sich 700 m hoch von Plan dei Spovai (1120 m) bis zur Piper-Scharte (1814 m), zuerst durch Wald und Latschenkieferzone (immer dabei: der Ausblick über den Torre Alba zum Montasio)...
Tour Friaul 2023: Aufstieg aus dem Val Dogna zur Piper-Scharte (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
am Ende durch Geröll
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
An der Piper-Scharte: Blick nach Norden nach Kärnten (Österreich), im Berg ist wieder ein Loch einer 1.-Weltkriegs-Stellung zu sehen
Tour Friaul 2023: Val Dogna: Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: 1.-Weltkriegs-Stellung an der Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Die ganze Bergkette über dem Kanaltal wurde im 1. Weltkrieg zu einer Kette von Beobachtungsposten des Bataillons Alpini Gemona ausgebaut (der Verbindungsweg ist heute der Wanderweg Sentiero Alpini Gemona)...
Tour Friaul 2023: Val Dogna: 1.-Weltkriegs-Stellung an der Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: 1.-Weltkriegs-Stellung an der Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Ausblick in Richtung Kanaltal und Karnische Alpen (Österreich)
Tour Friaul 2023: Val Dogna: 1.-Weltkriegs-Stellung an der Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Blick von der Piper-Scharte ins Val Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
Blick ins Dogna-Tal beim Abstieg
Tour Friaul 2023: Blick von der Piper-Scharte ins Val Dogna (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Aufstieg aus dem Val Dogna zur Piper-Scharte: Blick zum Montasio (Foto: Manuela Hahnebach)
auf dem Rückweg von der Piper-Scharte ins Dogna-Tal: Blick zum Montasio auf der gegenüberliegenden Talseite
Tour Friaul 2023: Aufstieg aus dem Val Dogna zur Piper-Scharte: Blick zum Montasio (Foto: Manuela Hahnebach)
Tour Friaul 2023: Aufstieg von Valbruna zum Monte Lussari (Foto: Andreas Kuhrt)
Auf Empfehlung eines "Insiders" haben wir uns noch zu einer Tour zum Wallfahrtsort Monte Lussari (1788 m) hinreißen lassen: von Valbruna ein Direttissima-Aufstieg von etwa 1000 m...
Tour Friaul 2023: Aufstieg von Valbruna zum Monte Lussari (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Aufstieg zum Monte Lussari (Foto: Andreas Kuhrt)
teilweise durch Waldmikado
Tour Friaul 2023: Aufstieg zum Monte Lussari (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Aufstieg zum Monte Lussari: Seilbahn-Station (Foto: Andreas Kuhrt)
Einen ersten Regenschauer haben wir halbwegs trocken in der Zwischenstation der Monte-Lussari-Seilbahn überstanden
Tour Friaul 2023: Aufstieg zum Monte Lussari: Seilbahn-Station (Foto: Andreas Kuhrt)
aber die letzten 300 Höhenmeter waren bei strömendem Regen auf der Skipiste kein Spaß
Tour Friaul 2023: Monte Lussari (Foto: Andreas Kuhrt)
Der Monte Santo di Lussari (Luschariberg, Svete Višarje) ist eine Wallfahrtskirche, um die ein kleiner Ort aus Pfarrhof und Gasthöfen (für Pilger und Wintersport) entstanden ist
Tour Friaul 2023: Monte Lussari (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Wallfahrtskirche Monte Lussari (Santuario del Monte Lussari) (Foto: Andreas Kuhrt)
Entgegen des "Insider"-Tipps war in Lussari aber komplett tote Hose: Kirche und alle Gaststätten zu (wir waren dummerweise an einem Freitag da, Kirche und Seilbahn öffnen in der Wintersaison nur am Wochenende, die Gasthöfe erst wieder zur Skisaison)
Tour Friaul 2023: Wallfahrtskirche Monte Lussari (Santuario del Monte Lussari) (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Monte Lussari: Albergo Rododendro (Foto: Andreas Kuhrt)
Am Gasthof Albergo Rododendro gabs wenigstens einen offenen Vorraum: der Giro d'Italia führte 2023 erstmalig in einer Einzelzeitfahr-Bergetappe von Tarvisio auf den Monte Lussari hinauf
Tour Friaul 2023: Monte Lussari: Albergo Rododendro (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Monte Lussari: verfallende Hütte (Foto: Andreas Kuhrt)
Blick vom Monte Lussari in das Saisera-Tal, als Rückweg haben die Lussari-Straße (links am Berg) genommen
Tour Friaul 2023: Monte Lussari: verfallende Hütte (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Monte Lussari von der Lussari-Straße (Foto: Andreas Kuhrt)
Blick zurück von der Lussari-Straße...
Tour Friaul 2023: Monte Lussari von der Lussari-Straße (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Kehre der Monte-Lussari-Straße (Foto: Andreas Kuhrt)
Lussari-Straße: 1000 Höhenmeter mit etwa 20 Kehren, die extra für den Giro betoniert wurde (war vorher eine Schotterpiste)...
Tour Friaul 2023: Kehre der Monte-Lussari-Straße (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Beginn der Monte-Lussari-Straße (Foto: Andreas Kuhrt)
der Slowene Primož Roglič (Rogla) gewann die Etappe und die Tour, die Straße ist als Bergauf-Mountainbike-Route freigegeben, Runterfahren verboten, laufen darf man gottseidank hoch und runter
Tour Friaul 2023: Beginn der Monte-Lussari-Straße (Foto: Andreas Kuhrt)
Tour Friaul 2023: Auf der Val-Saisera-Straße nach Valbruna (Foto: Andreas Kuhrt)
Der nasseste Tag unserer Friaul-Tour, nichts wie weg aus dem Gebirge...
Tour Friaul 2023: Auf der Val-Saisera-Straße nach Valbruna (Foto: Andreas Kuhrt)

Rundtour Friaul 2023

Rundtour Friaul 2023 1 2 3 4

Julische Alpen bei Valbruna

Unsere 2023-Tour durch den Nordosten Italiens: Friaul/Julisch Venetien ging vom Gebirge der Julischen Alpen über das Erdbebengebiet von 1976 bei Gemona bis zur Adria bei Grado, zum Golf von Triest und schließlich durchs Sočatal in Slowenien zurück nach Nordostitalien.

Valbruna – Val Saisera – Sella Somdogna – Miezegnot-Sattel

Unser Ausgangspunkt in den Julischen Alpen war das Dorf Valbruna (Wolfsbach) bei Tarvisio (Tarvis). Mitte September dort ein Unterkunft zu finden, war nicht einfach. Gefühlt machen sie in den italienischen Alpen ab September alles dicht: die Ferien sind vorbei, die Italiener kommen nicht mehr… Die (empfohlene) Casa Julius Kugy hatte Betriebsferien… Hotel Saisera war mit Polizisten ausgebucht (keine Ahnung, was die da gemacht haben, aber abends war alles voller Polizia-Autos)… Hotel Picchio Nero war zu teuer… Unsere letzte Hoffnung: Valbruna Inn hatte sich erbarmt, unangemeldeten Reisenden eine Unterkunft für 90 €/pro Nacht (DZ) zu gewähren. Aber sie waren wirklich sehr nett, haben sogar eine Verlängerung hingekriegt. Super Frühstück, aber ich musste erst mal lernen, den Eierkocher zu bedienen… Und ganz großartig: die Grappa-Selbstbedienungsbar: man konnte sich abends selbst einen Grappa aus dem vielfältigen Angebot aussuchen und auf Vertrauensbasis abzapfen. Das kleine Dorf Valbruna (ca. 200 Einwohner) auf rund 800 m war unser Ausgangspunkt für Touren durchs Val Saisera bis zum Fuß des Montasio (Montasch) und zu Bergen und Seen der Umgebung. Zu den mehrsprachigen Ortsnamen muss man vielleicht noch anmerken, dass dieses gesamte Gebiet des Val Canale/Kanaltal bis 1919 österreichisch war und zu Kärnten gehörte. Im Dreiländereck von Österreich, Italien und Slowenien gibt’s 4 Sprachen: Deutsch/Kärntnisch, Friulanisch, Italienisch und Slowenisch.

Unsere erste Tour war durchs Val Saisera (am Österreich-Ungarischen Soldatenfriedhof des Ersten Weltkriegs vorbei) zum Parco Tematico della Grande Guerra (Themenpark 1. Weltkrieg). Im oberen Saisera-Tal waren die Weltkriegs-Stellungen der Italiener an vorderster Front. Auf der Infotafel stand auch, dass neben Kälte, Hunger, Überlastung und Auszehrung Lawinen eine tödliche Gefahr waren, dass z.B. an einem einzigen Tag, am 11.04.1915 tausende italienische und österreichisch-ungarische Soldaten Lawinenabgängen zum Opfer fielen. Unglaublich menschenverachtend ist auch, dass es zur Kriegsführung gehörte, Bergstürze und Lawinen durch Minen oder Beschuss gezielt auszulösen.

Von Valbruna aus sind es erst mal 5 km entlang des Flusses Saisera bis zum letzten Parkplatz an der Saisera-Alm (auf 1000 m). Diese Maut-Strecke kann man auch mit dem Auto oder Fahrrad fahren, dann gelten festgelegte Bergauf- und Bergab-Fahrzeitfenster (in der Sommersaison). Schon an dem kleinen Fluss Saisera fällt auf, dass die Flüsse in dieser Gegend oft ein unheimlich breites Kiesbett haben, in denen meist nur ein relativ kleiner Wasserlauf ist. Auf Luftbildern/Maps kann man das besonders an der Flüssen Meduna und Tagliamento sehen. Es kann nur so sein, dass diese Flüsse während der Schneeschmelze ungeheure Geröllmengen transportieren. Ab der Saisera-Alm führt eine Schotterpiste mit 15 Serpentinen oder abkürzend auf einem steilen Wanderweg am Rand der Saisera-Schlucht zur Rifugio Fratelli Grego auf 1385 m Höhe. Von dort ist es ein kurzes ebenes Wegstück zur Sella Somdogna (1400 m), dem Ende des Dogna-Tals unter der Montasio-Gruppe (Jôf di Montasio/Montasch, 2754 m). Wir wollten gegenüber des Montasio zum Jôf di Miezegnot (Malborgheter Mittagskofel, 2087 m) und dann vom Planja-Sattel nach Norden zur Rauna-Alm absteigen und weiter runter nach Valbruna (das hat aber nicht geklappt). Nach der Somdogna-Alm (1440 m) steigt man durch die Latschenkiefer-Zone und kommt über der Baumgrenze bei 1900 m zur Ricovero Battaglione Alpini Gemona: ein Kriegsdorf/Battaillonsunterkunft der italienischen Gebirgsjäger aus Gemona im 1. Weltkrieg. Es gibt meist nur noch Ruinen, aber die ehemalige Kapelle der Stellung wurde als Schutzhütte für Wanderer ausgebaut: mit tollem Ausblick zum Montasio und ins Dogna-Tal. Ein kurzer, aber bröselig-rutschiger Aufstieg führt von dort zum Miezegnot-Sattel (2000 m) unter dem Miezegnot-Gipfel. Hier oben mit Blick nach Norden ins Kanaltal (wo die feindlichen österreichisch-ungarischen Truppen waren) gab es entlang der ganzen Bergkette Beobachtungsposten der Italiener im 1. Weltkrieg: Grundmauern, Unterstände, Stollen und Höhlen sind überall zu finden. Die Aussicht (laut Wegbeschreibung) auf ungesicherte, sehr bröselige Kletterstellen und das Donnergrollen aus Richtung Dogna-Tal überzeugten uns, die Miezegnot-Gipfel-Grat-Überschreitung abzubrechen und schleunigst wieder in das 1000 m tiefer gelegene Saisera-Tal abzusteigen. Daraus wurde dann als Eingehtour eine 30-km-Wanderung mit je 1200 m im Auf- und Abstieg…

Fusine-Seen – Cave del Predil – Lago del Predil – Altopiano del Montasio

Am nächsten Tag war erst mal Sonne und Erholung angesagt: Sonnenaufgang am Montasio, Erholung an den Fusine-Seen (Weißenfelser Seen), etwa 18 km von Valbruna nach Osten, nahe der slowenischen Grenze. Da ist es wirklich schön: zwei kleine klare grüne Bergseen im Wald mit der Bergkulisse der slowenischen Mangart-Gruppe (Mangart 2679 m) im Hintergrund, im Sommer vielleicht überlaufen, im September aber ziemlich ruhig.

Rund 10 km weiter westlich, zwischen Valbruna und dem Fusine-Seetal verläuft das Tal der Slizza (Gailitz) in Süd-Nord-Richtung (mündet bei Arnoldstein/Kärnten in die Gail). In diesem Tal liegt der idyllische Lago del Predil (Raibler See). Auf dem Weg dahin kommt man durch Cave del Predil (Raibl), ein ehemaliger Bergwerksort, der jetzt ziemlich heruntergekommen, trostlos und absterbend wirkt. Ehemals war im österreichischen Raibl die größte Zink- und Bleimine der Alpen. Österreichische und slowenische Bergarbeiter arbeiteten in bis zu 1000 m tiefen Stollen unter dem Königsberg (Monte Re). Slowenische Arbeiter kamen sogar durch einen 5 km langen Stollen unter dem Predilpass aus Log pod Mangartom (Brettendorf) zur Arbeit im Bergwerk. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Kanaltal Italien zugeschlagen, die Bevölkerung durch Umsiedlung italienisiert. 1991 wurde das Bergwerk endgültig geschlossen und das Besucherbergwerk „Parco Internazionale Geominerario Cave del Predil“ (Internationaler geologischer Bergwerkspark) eingerichtet: auf dem Außengelände wurde ein paar Grubenbahnen und Fördergeräte aufgestellt und man kann ca. 1000 m Stollen besichtigen (mit Voranmeldung), der Blick auf die verfallenden Bergwerksgebäude am Berghang des Kleinen Königsbergs (Piccolo Monte Re) ist gratis. Nach der Schließung des Bergwerks hat ein Großteil der Bevölkerung den Ort verlassen (1999 waren es noch etwa 450 Einwohner). Cave del Predil hat noch ein Bergbaumuseum, ein militärhistorisches Museum der Julischen Alpen, eine Bergarbeiterkneipe, ein Café, einen Einkaufsladen, einen Kinderspielplatz und zwei Kirchen (St. Anna von 1550 und eine neue von 1966). Sehr interessant sieht der Raibler Fünfspitz aus, fünf Berggipfel um 1900 m direkt über dem Tal bei Raibl. Etwa 2 km talaufwärts (am Rio Lago/Seebach) liegt der Lago del Predil (Raibler See) zwischen 1600 bis 1800 m hohen Bergen. An den Kiesstränden im Norden und Süden kann man baden und Wassersport betreiben. Direkt neben dem See verläuft die italienisch-slowenische Grenze mit dem Grenzübergang am Predilpass.

Wenn man dem Seebachtal weiter bergauf nach Südwesten folgt, kommt man zum Neveasattel (Sella Nevea, 1195 m) mit einem künstlichen Skiressort-Ort. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn dort nicht die Hochstraße zum Altopiano del Montasio abzweigen würde. Das ist eine Hochebene südlich der Montasio-Gruppe auf etwa 1550 m Höhe. Die Hochfläche wird als Weide für Rinder und Schafe genutzt, es gibt die Alm Malga Montasio, der Montasio-Käse ist im Friaul sehr beliebt. Die Berghütte Giacomo di Brazzà (1660 m) ist Ausgangspunkt für Bergsteiger zum Jôf di Montasio (2754 m), Cima di Terrarossa (2420 m) und zu anderen Gipfel der Montasio-Gruppe. Giacomo di Brazzà war ein adliger Naturforscher, der 1881 den heutigen Normalweg zum Montasio über die Forca verde erstbestiegen hat.

Val Dogna – Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte)

Vom Nevea-Sattel führt die Landstraße SP76 18 km weiter durch das abgelegene Raccolana-Tal (das Giacomo di Brazzà auch erforscht hat) nach Raccolana/Chiusaforte am Fella-Fluss. Im engen Raccolana-Tal gibt es zwischen mehr als 2000 m hohen Bergketten jede Menge Seitenflüsse und Wasserfälle. Zwischen dem Raccolana-Tal im Süden und dem Kanaltal im Norden erschließt das Dogna-Tal vom Ort Dogna (an der Fella) aus das das Gebiet nördlich des Montasio bis zum Somdogna-Pass (da waren wir schon vom Saisera-Tal aus). Das Tal ist Luftlinie nur etwa 10 km lang, aber die Straße schlängelt sich in unglaublich vielen Windungen und Serpentinen über 18 km durchs Tal. Unterwegs kommt man an mehreren italienischen Stellungen aus dem 1. Weltkrieg vorbei, u.a. an betonierten Schützengräben, Wehrgängen und Höhlen bei der „Linea Difensiva dei Plans“, einer Verteidigungsstellung und Versorgungsstützpunkt für die Alpini Gemona im Montasio-Gebiet. Von einem Felssporn aus hatte man das Dogna-Tal und die Straße unter Kontrolle. Rund 2 km weiter talaufwärts sind wir von der Alm Plan dei Spadovai (1115 m) aus am Rio Cjanalot aufwärts zur Forchia di Cjanalot (Piper-Scharte, 1814 m) gewandert, immer im Blick: die Montasio-Nordflanke über dem Val Dogna. Die Piper-Scharte war im 1. Weltkrieg ein weiterer Beobachtungsposten der italienischen Alpini ins österreichische Kanaltal.

Monte Lussari

Eine Tour haben wir bei Valbruna noch gemacht: aufgrund des Tipps eines „Insiders“ („bei David gibts immer was Gutes, Fleisch, Fisch, Nudeln – was ihr wollt“) sind wir zum Monte Lussari (Luschariberg, 1788 m) aufgestiegen: da sind ein paar Gasthäuser und Hotels um eine Wallfahrtskirche versammelt. Weil in der Nachsaison die Seilbahn nur am Wochenende fährt, sind wir auf der Direttissima von Valbruna durch den Bergwald über die Limerca-Alm aufgestiegen: 950 Höhenmeter auf etwa 3 km Wegstrecke, Halleluja. Zwischendurch haben wir noch Schutz vor den Regenschauern in der Seilbahn-Mittelstation gefunden. Der auf der anderen Bergseite aufsteigende Büßerweg von Camporosso aus war früher die einzige Möglichkeit auf den Berg zu gelangen. 1360 soll ein Schafhirte eine kleine hölzerne Madonnenfigur auf dem Monte Lussari gefunden und sie zum Pfarrer in Camporosso gebracht haben. Am nächsten Tag soll sie wieder oben gelegen haben und am übernächsten wieder. Daraufhin wurde an der Stelle eine Kapelle erbaut, die durch einen regen Pilgerstrom zum Marien-Wallfahrtsort wurde. An Stelle der Kapelle wurde im 16. Jh. die Wallfahrtskirche Monte Lussari errichtet, Millionen Pilger sollen seitdem oben gewesen sein. In den Weltkriegen wurde die Kirche zerstört und danach wieder aufgebaut. Mit dem Bau der Seilbahn hat sich die Besucherzahl noch mal erhöht. Aber es wurde auch viel touristischer mit Gasthöfen, Bars, Andenkenladen, Sportladen, Skilift und Abfahrtshang. Davon war aber nichts zu bemerken als wir oben waren, es war alles komplett geschlossen: Kirche, Gaststätten, Seilbahn… Uns blieb nur der etwas wolkenverhangene Rundumblick vom Gipfelkreuz und der Rückweg über die Lussari-Straße ins Val Saisera. Diese Bergstraße mit rund 900 m Anstieg in 18 Serpentinen auf vielleicht 6 km war im Mai 2023 die vorletzte Etappe des Giro d’Italia (Einzelzeitfahren von Tarvisio zum Monte Lussari). Der Slowene Primož Roglič (Rogla, früher Skispringer) gewann diese Etappe und wurde dann auch Giro-Sieger. Extra für diese Etappe wurde die ursprüngliche Schotterpiste betoniert.

Als wir an diesem Tag nach der 7-Stunden-Wanderung hungrig und völlig durchnässt zum Valbruna Inn zurückkamen, stand fest, dass wir am nächsten Tag das Gebirge in Richtung Süden auf der Suche nach Sonnenschein verlassen.

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