VfB Suhl LOTTO Thüringen Teampräsentation am 15.08.2026 auf dem Sportplatz in Heidersbach (Foto: Andreas Kuhrt)

15.08.2026 Sportplatz Heidersbach Teampräsentation VfB Suhl LOTTO Thüringen

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Rund 4 Monate nach dem grandiosen Sieg im Finale der Deutschen Meisterschaft (am 22.04.2026 in der Wolfsgrube Suhl) und der Saisonabschlussparty zwei Tage später im Suhler CCS-Atrium präsentierte der VfB Suhl das neue Volleyball-Bundesliga-Frauenteam für die Saison 2026-27. Beim Saisonabschluss im April wurde ja auch bekanntgegeben, welche Spielerinnen und Betreuer beim VfB Suhl bleiben und welche zu anderen Vereinen wechseln. Mindestens eine weitere Saison in Suhl bleiben 7 Spielerinnen: #1 Svea Naujack (Außenangriff), #2 Irene del Carmen Ramos Mencía (Zuspiel), #3 Lara Nagels (Zuspiel), #4 Roosa Laakkonen (Mittelblock), #5 Hannah Hartmann (Diagonalangriff), #7 Emma Sambale (Libera), #11 Laura Berger (Mittelblock) + Trainer/Betreuer: Cheftrainer László Hollósy, Athletiktrainer Alberto Ruiz Rubio und Physiotherapeut Sascha Schrödter. 5 Spielerinnen sind zu anderen Vereinen gewechselt: #8 Mackenzie Foley (Außenangriff) zum Dresdner SC, #9 Sanaá Dotson (Außenangriff) zu Viteos NUC (Neuchâtel/Schweiz), #17 Alina Nasin (Mittelblock), #20 Xiang-Chen Lai (Libera) nach MLV NorCal/Kalifornien/USA und #25 Monika Brancuská (Diagonalangriff) zu VakıfBank SK Istanbul sowie der Cotrainer/Scout Michal Kotulič.

Am 15.08.2026 war die erste Teampräsentation des VfB Suhl LOTTO Thüringen für die neue Saison 2026-27 auf dem Sportplatz des Fußballvereins FSV Goldlauter in Heidersbach. In heißer, aber lockerer Atmosphäre wurden die anwesenden Spielerinnen und Betreuer kurz vorgestellt: woher sie kommen und auf welcher Position sie spielen/arbeiten. In kurzen Statements beantworteten sie noch, welche Ziele und Erwartungen sie beim VfB Suhl haben, wie sie in Suhl und im Team aufgenommen wurden. Einige Stammspielerinnen aus dem Team der vorigen Saison und auch Neuverpflichtungen waren nicht bei der Vorstellung dabei, weil sie noch in ihren Nationalteams (z.B. bei der Volleyball-EM der Frauen) aktiv waren: Libera Emma Sambale, Mittelblockerin Laura Berger (beide erstmals im deutschen Nationalteam), Top-Zuspielerin Lara Nagels (Belgien), Diagonalangreiferin Nina Dreisigová + Außenangreiferin Lucia Herdová (Slowakei) und Mittelblockerin Emma Boyd (Kanada).

Mit dem Verlust des in der vorigen Saison äußerst erfolgreichen Top-Angriffs-Trios Monika Brancuská, Mackenzie Foley und Sanaá Dotson ist klar, dass vor allem diese Offensivpositionen bestenfalls gleichwertig besetzt werden müssen, wenn man an die großartige vorige Saison anknüpfen möchte. Für den Angriff wurden 4 neue Spielerinnen verpflichtet: Außenangreiferin #22 Candela Alonso Corcelles mit US-Erfahrung (* 11.04.2003 in Alcobendas bei Madrid/Spanien, Jugendspielerin in Alcobendas, danach Indiana University Bloomington/USA, kommt von Grand Rapids Rise/Michigan/USA), die junge Außenangreiferin #6 Lea Feistritzer (* 2006 in Winterbach/Baden-Württemberg, Ausbildung in Stuttgart, kommt von Schwarz Weiß Erfurt), noch ’ne Außenangreiferin #10 Lucia Herdová (* 20.02.2000 in Bratislava/Slowakei, spielte erfolgreich bei diversen Clubs in der Slowakei und Tschechien, seit 2022 im slowakischen Nationalteam, kommt von LINZ AG Steelvolleys), Diagonalangreiferin #8 Nina Dreisigová (* 13.10.2006 in Lučenec/Slowakei, Ausbildung in Poltár und Bratislava, kommt vom slowakischen Verein VK Královo Pole Brno). Auf der Mittelblock-Position ist (als Ersatz für Alina Nasin) ein Neuzugang angekündigt: #13 Emma Boyd (* 19.11.2002 in Whitehorse/Kanada, spielte 4 Jahre bei der Mount Royal University/Calgary, kommt von VBC Chamalières/Frankreich) + noch eine neue, junge Mittelblockerin: Lana Rakočević (* 16.11.2007 Podgorica?/Montenegro, kommt von ŽOK Budućnost Podgorica, spielt erstmals bei einem Club außerhalb Montenegros). Auch neu im Suhler Team (und sogar erstmals außerhalb Japans) ist die Libera #12 Mana Yoshida (* 01.02.1998 in Matsue/Japan, kommt vom Verein Victorina Himeji, wo sie die letzten 4 Jahre gespielt hatte). Ein neues altes Gesicht bei der Vorstellung war Tudor Cristian Lazar, der schon 2023-25 Scout (+ Spielanalyse/Statistik) beim VfB Suhl war und ausgerechnet die Hammer-Erfolgssaison 2025-26 hier verpasst hat (letztes Jahr hatte der Slowake Michal Kotulič diese Aufgabe übernommen). Da war Tudor nämlich bei seinem rumänischen Heimatverein SCM Zalău, will aber jetzt wieder zurück „nach Hause“ nach Suhl (hat er gesagt).

Für eine gewisse Kontinuität im Erfolgsteam wird die sonst komplett erhaltene Betreuermannschaft sorgen: Cheftrainer László Hollósy bleibt auch in der 7. Saison beim VfB Suhl – irgendwie muss er sich hier im Wald ganz wohlfühlen, aber er hat bei unserem kleinen Verein bestimmt auch den größeren Gestaltungsspielraum gegenüber schon erfolgsverwöhnten Vereinen wie in Stuttgart, Schwerin oder Dresden. Auch Athletiktrainer Alberto Ruiz Rubio (aus Almeria/Spanien) bleibt dem Team in der neuen Saison erhalten, bestimmt zur Freude der Spielerinnen. Der ist immer zu einem Spaß aufgelegt (oder auch mal zu einem neuen Haarschnitt: seit dem Pokalsieg am 28.02.2026 trägt er Kahlkopf obenrum), nur beim Trainingsprogramm hört vielleicht der Spaß auf. Der Physiotherapeut Sascha Schrödter (aus Sömmerda) bleibt auch noch mindestens nächste Saison beim VfB Suhl (er hat aber auch andere gute Gründe hierzubleiben, denn die Skilangläuferin Victoria Carl aus Zella-Mehlis ist seine Freundin). Die Konstante in Person beim Bundesligisten VfB Suhl ist Jens Haferkorn als Teammanager seit 2012 und davor schon beim Verein in anderen Funktionen.

In Abwesenheit des VfB-Suhl-Moderators/Hallensprechers Sebastian Lenk hatte Veranstaltungsbetreuerin Hannah Fleischmann die Moderation der Teampräsentation übernommen und das sehr charmant-entspannt (jedenfalls fürs Publikum) gemeistert. Unter dem Motto „Football Meets Volleyball“ gabs noch ein kleines 5-Fragen-Quiz zwischen des Volleyballerinnen und den Fußballern vom SV Goldlauter (da gings u.a. darum, ob Volleyballerinnen besser Fußball spielen können oder umgekehrt, ob die Fußballer eine Trainingseinheit beim VfB Suhl überleben würden oder die Volleyballerinnen ein komplettes Fußballspiel). Diese erste Teamvorstellung 2026 war sehr locker, kurzweilig und interessant. Man konnte einen Teil des bisherigen „Dreamteams“ wiedersehen und die Neuen „beschnuppern“ (also nicht wirklich dran schnüffeln, sondern erst mal angucken und vielleicht ein wenig kennenlernen). Weitere Teampräsentationen sollen bei der Veranstaltung „Suhl leuchtet“ am 22.08.2026 im Suhler Stadtzentrum am Dianabrunnen und am 29.08. auf dem Sportplatz Marisfeld sein und dazwischen am 28.08. ein Testspiel gegen SW Erfurt in der Suhler Wolfsgrube – ein pralles Präsentations-Programm.

Mehr Informationen: volleyball-suhl.de/2026/08/17/teampraesentation-beim-fsv-goldlauter/ | www.instagram.com/…

22.08.2026 Suhl leuchtet: AOK+VfB Suhl

Noch ein kurzer Nachtrag zum „Meet & Greet“ bei „Suhl leuchtet“ am 22.08.2026 nachmittags auf dem Platz am Dianabrunnen im Suhler Stadtzentrum. Hier ging es für die Bundesliga-Volleyballerinnen des VfB Suhl vor allem darum, zusammen mit dem Sponsor AOK Plus Präsenz zu zeigen. Wer wollte, konnte sie an ihrem Basteltisch (für Papierflugzeuge) besuchen, mit ihnen reden oder auch mal ein Foto machen. Beliebt waren auch Trainingseinheiten im Säckchen-Zielwerfen im AOK+Trainingszentrum. Und natürlich musste noch ein AOK+VfB-Gruppenbild gemacht werden. Da hat nicht nur Suhl geleuchtet, sondern auch die Sonne, und zwar genau ins Gesicht…

Mehr Informationen: volleyball-suhl.de/2026/08/24/meet-greet-bei-suhl-leuchtet/

Suhl, CCS Atrium: Saisonabschluss 2026 Volleyball Frauen-Team VfB Suhl Lotto Thüringen: DVV-Pokalsieger und Deutscher Meister (Foto: Andreas Kuhrt)

24.04.2026 CCS Suhl Saisonabschluss VfB Suhl LOTTO Thüringen

20:30 Uhr CCS Atrium | Suhl | Friedrich-König-Straße 7

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Märchen fangen manchmal mittelmäßig an…

Das Wunder von Suhl oder das Märchen von den 12 Wölfinnen und dem tapferen Zauberer: Es war einmal im Jahre 1991, da wurde im tiefen Thüringer Wald, im Bergdorf Suhl (ach nee, es war ja die kleinste Großstadt der ehemaligen DDR) ein Ballsportverein gegründet, der VfB 91 Suhl. Wahrscheinlich, weil einige Suhler ganz gern und gut Volleyball spielten. Was soll man auch sonst im Wald machen, wenn man nicht wandern und Rennsteiglieder singen mag (aber dem Rennsteiglied entkommt man in Suhl nicht, jetzt als eine Art Vereinshymne). Im Laufe der Nachwendejahre entwickelte sich die Nachwuchs-Waldvolleyballschule + Spielerinnen-Anwerbung als Sprungbrett vom Wald in die Welt so gut, dass der kleine Verein mit den Frauen 2003 in die Volleyball-Bundesliga aufstieg und seitdem da drin blieb: schon mal 22 mittlere Wunder nacheinander. Man kämpfte sich so durchs Mittelfeld, erlebte Tiefen und Höhen, wie das hier in den Bergen halt so ist: die höchste Höhe mit dem einmaligen Pokalgewinn 2008, von dem man als einziger Ruhmesgipfel lange zehren musste. Der tiefste Tiefpunkt war 2016/17, als der Verein pleite war und mangels finanzieller und sonstiger Unterstützung durch die Stadt Suhl fast die Bundesliga-Brocken hingeschmissen hätte, aber dann doch noch auf wundersame Weise die Lizenz zum Weiterspielen erhielt. Wieder dümpelte man so rum und stritt sich meist mit den schwarz-weißen Erfurtern um den letzten Platz (immerhin ein zweiter Thüringer Verein in der Bundesliga). Bis sie es im Corona-Seuchenjahr 2020 tatsächlich nicht verhindern konnten, bei Abbruch der Saison 11. und damit Letzter zu sein (auch sagenhaft, aber aus der Horror-Kategorie). Aber von den 11 Freunden brauchte keiner absteigen (schon gar nicht, wenns noch nicht mal richtig zu Ende war), weil es perspektivisch in der Bundesliga eher 12 Teams werden sollten: die Volleyball-Bundesliga hat halt auch ihre Vorstellungen von märchenhaftem Reichtum. Aber Rettung nahte (trotz pandemischer Corona-Seuche): Die „Jungunternehmer“ Alexander Mantlik und Jens Roß stellten den VfB Suhl ab 2020/21 mit ihrer Firma 4WiNNERS Sport und Marketing GmbH auf eine professionellere organisatorische und finanzielle Basis und verpflichteten den Trainer ihrer 1. Wahl: László Hollósy („Varázsló“, den „Zauberer“ würde ich ihn mal euphorisch nennen, weil er gute Volleyballerinnen in ein besseres Volleyballteam verwandeln kann). Aber wirklich zaubern kann er nicht, sondern nur knallhart arbeiten bzw. arbeiten lassen, seine Spielerinnen nämlich. Eigentlich ist er eher wie Rumpelstilzchen, das den jungen Mädchen hilft, Stroh zu Gold zu spielen. Und rumpeln kann er gut, das weiß jeder, der ihn schon mal an der Seitenlinie gesehen hat. Jedenfalls wurde das um die „Legende“ Claudia Steger (12 Saisons beim VfB Suhl, 2009 – 2021, langjährige Teamkapitänin) neu formierte Team 2020/21 auf Anhieb 6. der Bundesliga-Hauptrunde, 2021/22: 5., 2024/25: 3. – das war schon mal ein märchenhafter Aufstieg. Aber die drei Bundesliga-Platzhirsche aus Schwerin, Dresden und Stuttgart konnten die Wölfe aus dem tiefen Wald nicht wirklich erschrecken, höchstens mal ein bisschen zwicken und piesacken.

…und enden sagenhaft

Bis 2025: Das Team wurde wieder mal neu gemischt: 6 Spielerinnen blieben, 6 wechselten in andere Teams (darunter Leistungsträgerinnen wie Anna Artyshuk nach Schwerin, Jette Kuipers nach Dresden, Julia de Paula Viana zurück nach Stuttgart, Minami Yoshioka nach Potsdam), 6 kamen dazu. Das halbneue Team um die Block- und Einbeiner-Königin Roosa Laakkonen (Mittelblock, Teamkapitänin, seit 2022 in Suhl) legte in der Volleyball-Bundesliga-Saison 2025/26 los wie die Waldmeister: sie verloren nur ein einziges Heimspiel knapp 2:3 gegen Dresden und drei Auswärtsspiele gegen die drei Königreiche mit den (vergleichsweise) großen Schatztruhen in Stuttgart, Dresden und Schwerin. Ein Heimspielfantraum wie noch niemals zuvor mit einem sagenhaften 2. Platz am Ende der Bundesliga-Hauptrunde. Dabei wurde schnell klar, dass das zurückhaltende Aschenputtel Monika eigentlich die Schmetterqueen mit der goldenen rechten Klebe war: Übersicht, Entschlossenheit, Timing und ein Handgelenk, das den Ball ansatzlos in unvorhersehbare Richtungen lenken kann. In fast jedem Spiel war sie die Topscorerin mit 20 + x Punkten und das, obwohl die Gegner bestimmt alles versuchten, sie irgendwie in den Griff zu bekommen. Aber außerdem waren da eben auch noch die beiden Butterflies Kenzie und Sanaá (das sind die beiden US-amerikanischen Schmetterlinge), die für Abwechslung im Außenangriff sorgten. Und Laura, die sich schon ein paar Scheiben von Roosa abgeschnitten hat (nur bildlich gemeint), hat sich als feste Größe in Punkto Blockwand und Schnellangriff etabliert. Für die märchenhafte Dramaturgie sorgte unsere sagenhafte Regisseurin und Antreiberin Lara mit (meist) traumwandlerischen Pässen, manchmal aus unmöglichen Positionen, wenn die Annahmen mal herausfordernd waren (aber die waren deutlich stabiler als in den Jahren davor). Nicht zu vergessen die unten rumwuselnde Bodenpatrouille Xiang-Chen (die das scheinbar irgendwie im Blut hat) und Emma, die das irgendwie verinnerlicht hat, dass kein gegnerischer Ball den eigenen Spielfeldboden berühren darf und das schafft sie meistens auch. Die anderen Wölfinnen Svea (oft als Aufschlag-Joker), Alina, Hannah und Irene mussten sich mangels Einsatzzeit oft mit der Prinzessinnenrolle begnügen (anders als die Prinzenrolle ist das bestimmt nicht besonders süß). Alles hat sich in dieser Saison zunehmend so zusammengefügt und -geläppert, dass sich selbst die größten Bundesliga-Hirsche, die 13-, 14- und 16-Ender aus Schwerin, Dresden und Stuttgart in Acht nehmen mussten. Mit Können, Kampfgeist, Zusammenhalt, Taktik, Trotz, Selbstbewusstsein, Coolness, frenetischer Fanunterstützung und manchmal auch ein bisschen Glück hatte das Wolfsrudel in den entscheidenden Spielen das bessere Ende für sich und so endeten alle Suhler Märchen diesmal gut, was heißt gut: fantastisch, unglaublich, sensationell, wahnsinnig, saustark, grandios, überirdisch, himmlisch, megamäßig, einfach unbeschreiblich… mit dem Doublegewinn aus Pokalsieg und Deutscher Meisterschaft. Das war so eine erfolgreiche Saison, wie sich alle VfB-Suhl-Fans und Volleyballbegeisterte der Region niemals vorstellen konnten. Dass wir (noch in diesem Leben) dabei sein und es erleben konnten, ist immer noch unfassbar und auch nach einigen Monaten noch nicht wirklich angekommen. Gratulation, Hochachtung und Dank an das Team! Und wenn’s so gut läuft, hat man im Thüringer Märchenwald plötzlich auch ganz viele gute Freunde, die gern die erfolgreiche Wiederansiedlung der Wölfe in Suhl feiern.

Das märchenhafte Wolfsrudel 2025/26 sind (bzw. waren):

#1 Svea Naujack, Außenangriff (*2006 in Schwerin/Mecklenburg), #2 Irene Ramos Mencía, Zuspiel (*2005 in Majadahonda/Spanien), #3 Lara Nagels, Zuspiel (*1997 in Oostende/Belgien), #4 Roosa Laakkonen, Mittelblock (*1994 in Vuokatti/Finnland), #5 Hannah Hartmann, Diagonalangriff (*2005 in Lünen/NRW), #7 Emma Sambale, Libera (*2003 in Holzkirchen/Bayern), #8 Mackenzie Foley, Außenangriff (*2002 in Sergeant Bluff/USA), #9 Sanaá Dotson, Außenangriff (*2000 in Houston/USA), #11 Laura Berger, Mittelblock (*2002 in Dresden/Sachsen), #17 Alina Nasin, Mittelblock (*2005 in Berlin), #20 Xiang-Chen Lai, Libera (*1995 in Taipeh/Taiwan), #25 Monika Brancuská, Diagonalangriff (*2004 in Pardubice/Tschechien) + Trainer/Betreuer: Cheftrainer László Hollósy (Budapest/Ungarn), Cotrainer/Scout/Spielanalyse/Statistik Michal Kotulič (Slowakei), Athletiktrainer Alberto Ruiz Rubio (Almeria/Spanien), Physiotherapeut Sascha Schrödter (Sömmerda/Thüringen), Teammanager Jens Haferkorn (Zella-Mehlis/Thüringen) + Vereinspräsident Alexander Mantlik (vielleicht aus Erfurt/Thüringen) + jede Menge ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter.

Ich hab mal spaßenshalber herausfinden wollen, was die Namen des Suhler Teams bedeuten und war ziemlich erstaunt, wie das so passt: László (vom altslawischen Vladislav abgeleitet) bedeutet: „der ruhmreiche Herrscher“, „König“ oder auch „Macht und Ruhm“, noch Fragen? Das ähnliche Varázsló bedeutet vielleicht auch nicht ganz zufällig: „der Zauberer“. Laura und Lara kommt vom lateinischen laurus (Lorbeer) und meint „die Lorbeerbekränzte“ in der Bedeutung „Siegerin“, nomen est omen. Monika vom griechischen mono wird u.a. als „die Einzigartige“ gedeutet, meine Rede. Lara wird auch noch vom slawischen Larissa abgeleitet: „die Fröhliche“, also fröhliche Siegerin, besser gehts nicht. Roosa/Rosa ist die Rose auf Latein und symbolisiert traditionell Liebe, Schönheit und Anmut, was sonst? Hannah aus dem Hebräischen bedeutet: „Die Begnadete“, „Anmutige“ oder „Liebreizende“, natürlich. Sanaa ist Arabisch/Afrikanisch für: „die Schöne“, „Glänzende“, „Leuchtende“ oder „Prachtvolle“, das ist nicht zu übersehen. Mackenzie kommt aus dem Schottisch-Gälischen und heißt Mac „Sohn von“ (das muss man vielleicht nicht so wörtlich nehmen) und dann noch coinneach „gutaussehend“, „anmutig“, so wird ein Schuh draus (folgerichtig nennt sie sich nur Kenzie, ohne „Sohn“). Emma aus dem Germanischen soll „die Große“, „Gewaltige“ oder „Göttliche“ bedeuten (bisschen übertrieben, aber was nicht ist, kann ja noch werden). Vom althochdeutschen imne (Biene) könnte es auch „die Fleißige“ sein. Vielleicht beides: erst der Fleiß, dann die Göttliche. Svea aus dem Altnordischen bedeutet „Schwedin“ und wird auch mit sonnig, lebensfroh und freiheitsliebend assoziiert, das haut hin. Das chinesische Xiang-Chen kann viele Bedeutungen haben: z.B. „wohlriechend/duftend“ + „Morgen“ im Sinne von Hoffnung, glücklicher Beginn, schöne Aussichten (aber das kann ich nicht beurteilen), Lai bedeutet z.B. „sich darauf verlassen“, das kann man bei ihr auf jeden Fall. Nur Irene fällt bisschen raus: kommt von der griechischen Göttin des Friedens eirēnē und bedeutet: „die Friedliche“. Das ist ja schön für die Anderen, aber sie sollte vielleicht für mehr Einsatzzeit etwas mehr auf den Putz hauen. Scheint, als ob das Team nach Namen zusammengestellt wurde und der Erfolg war vorprogrammiert…

Und wenn sie nicht…

zu anderen Vereinen gewechselt sind, dann spielen sie noch heute zusammen (das heißt in der nächsten Saison 2026/27): ich glaub, 7 Spielerinnen (Svea Naujack, Irene Ramos, Lara Nagels, Roosa Laakkonen, Hannah Hartmann, Emma Sambale, Laura Berger) und die Trainer (außer Michal Kotulič) nehmen die Herausforderungen beim VfB Suhl bis mindestens 2027 an (Neuaufstellung, Titelverteidigung als Gejagte des Triumpherats, Championsleague) und 5 zieht es zu neuen Vereinen. Ach ja, und dann soll es ja noch den Supercup zwischen Pokalsieger und Deutschem Meister geben (aber das ist doch beides der VfB Suhl!) Bei Double-Gewinnern tritt der Vizemeister als Gegner an, dann muss eben der Dresdner SC noch mal ran, schon mal ’ne Standortbestimmung Anfang Oktober, noch vor Saisonbeginn – lauter ungewohnte Termine…

Märchenaufführung mit Längen

Ach so, eigentlich wollte ich ja was zur Saisonabschlussparty sagen: Das CCS-Atrium in Suhl war richtig gut voll, aber ich glaub, 1000 (wie Moderator und Wolfsgruben-Hallensprecher Sebastian Lenk meinte) waren es nicht. Nachdem sich die Wölfinnen und Betreuer einen Weg durch die Publikumsgasse mit Dauerabklatschen gebahnt hatten, wurde für die Sensations-Pokalsieger und den neuen Deutschen Meister die Thüringer Nationalhymne – das Rennsteiglied – angestimmt. Da ich vorne an der Bühne ziemlich nah dran war, ist mir aufgefallen, dass Wolfis Volleyball-Frauen neben sportlich erfolgreich bei näherer Betrachtung auch noch ganz schön schön sind. Das kriegt man auf der Empore in der Wolfsgrube gar nicht so mit. Deshalb hab ich irgendwie zwanghaft auch ein paar mehr Bilder machen müssen, als ich eigentlich wollte (wieso mein Fokus dabei oft an Sanaá Dotson hängen geblieben ist, weiß ich auch nicht).

Die nächsten fast 2 Stunden wurden mit Klatschen, Reden, Klatschen, Anekdoten, Klatschen, Gratulationen, Klatschen, Bilder- und Rosenüberreichung (so ähnlich wie Zeugnisübergabe) usw. ausgefüllt. Das konnte schon mal ein bisschen langatmig werden, noch dazu, wenn man bedenkt, dass nicht jede des international aufgestellten Teams aus Bayern, Belgien, Berlin, Finnland, Mecklenburg, NRW, Sachsen, Slowakei, Spanien, Taiwan, Tschechien, Ungarn und den USA alles im Detail verstehen konnte oder im Laufe der Zeit auch nur wollte. Die Liveschalte zur gleichzeitigen Goldenen Nacht des Thüringer Sports 2026 in der Erfurter Zentralheize war an sich eine gute Idee, fand ich aber mit dem Fokus auf Derbyniveau Suhl gegen Erfurt ganz schön verkrampft (Sportler des Jahres 2025 wurden übrigens: die Karateka Mia Bitsch aus Waltershausen, Rennrodler Max Langenhahn aus Friedrichroda und das Rollstuhl-Basketball-Team Thuringia Bulls aus Elxleben). Mal sehen, wer nächstes Jahr Thüringer Sportteam des Jahres 2026 wird? Aber so lang ging das ja auch nicht, weil die Moderatorin Stephanie Müller-Spirra irgendwann meinte, dass die Suhler jetzt bestimmt ihr Programm weiter machen möchten. Der Moderator Sebastian Lenk kam mir wegen dieses süffisanten Derby-Getues Suhl : Erfurt (obwohl er ja wohl selber aus Erfurt ist) und der penetranten Frage, wann Diese oder Jener denn die Meisterparty vorgestern bzw. gestern verlassen hätte, manchmal etwas peinlich vor (er meinte ja selber, dass er eigentlich nur ins Mikrofon brüllen und dummes Zeug reden kann, kein Kommentar dazu).

Das eigentlich Interessante beim Saisonabschluss war die kurze Vorstellung der Spielerinnen und Betreuer und ihrer Pläne für die nächste Saison, Alexander Mantliks Engagement für den VfB Suhl auch, die ausführlichen Ausführungen des früheren langjährigen Vereinspräsidenten Wolfgang Wehner eher weniger und die Alexander-Leupold-von-Mantos-Sponsoring-Rede, na ja, darüber sag ich lieber nix (es ging unter anderem darum, dass es ganz schön sportlich ist, eine Packung Chicken-Nuggets für 4 € in den Laden zu bekommen oder so ähnlich).

Der emotionalste Moment für mich war die Verabschiedung unserer Ausnahme-Diagonal-Angreiferin Monika Brancuská: die junge Tschechin hatte als Top­scorerin der Bundesliga (mit sagenhaften 387 Punkten aus 700 Angriffen) entscheidenden Anteil am Erfolg des Suhler Teams, sie war die Unterschiedsspielerin in der Bundesliga, beim Pokalgewinn und in der Meisterschaft. Obwohl sie mit einem 2-Jahres-Vertrag nach Suhl kam (2025-27), verlässt sie das Wolfsrudel 2026 in Richtung Italien. Man hat ihr angemerkt, dass sie beim Abschied sichtlich ergriffen war. Es ist aber auch verständlich, dass sie mit dem kleinen Suhler Team ja schon fast alles Mögliche erreicht hat und ihre Weiterentwicklung/Kariere auf höherem Niveau vorantreiben will, wenn es sich anbietet. Dass der VfB Suhl erstmalig eine Spielerin zu einem hochklassigen italienischen Verein (UYBA Volley Busto Arsizio) „delegiert“ und eine kleine Ablösesumme kassiert (die Rede ist von 30.000 €), ist aber nur ein ganz schwacher Trost für diesen Verlust. Ein Abschiedskreis um Monča zeigte noch mal die Verbundenheit im Team und, dass man wusste, was man an ihr hatte. Inzwischen ist bekannt geworden, dass Monika Brancuská von UYBA an den türkischen Spitzenverein VakıfBank SK Istanbul für über 100.000 € „weiterverkauft“ wurde (gutes Geschäft für UYBA). Ich hoffe nur, dass sie bei diesem kometenhaften Aufstieg vom Lauter-Städtchen im Thüringer Wald in die türkische Volleyball-Millionenmetropole am Bosporus nicht verglüht.

Zum Schluss der Vorstellung mussten Olli und Auge vom Fanclub alwaySUHLtras auch noch mit einem Statement ran und frei nach dem Motto „Keine Feier ohne Manig“ hatte auch noch der omnipresente Gerd seinen Auftritt, um sein Buch „Suhler Sportgeschichte“ (Gerd Manig und Gisela Jähne, 2003, also ein ganz schön alter Schinken, als der VfB Suhl gerade mal in die 1. Bundesliga aufgestiegen war) unters Wolfsrudel zu bringen. Insgesamt hatten sich so fast 2 Märchenstunden zusammengeläppert.

Danach gab’s noch einen Meet-The-Queens-Termin mit Autogrammen und Selfies der Fans (die Fotos waren auf der inzwischen dunklen Bühne bestimmt ganz schön schwierig). Und dann konnten sich die inzwischen allzu lang gestandenen Wölfinnen endlich unters Volk mischen, ihre Freunde treffen und das eine oder andere Getränk schnabulieren. Weil die Gelegenheit für mich einmalig war, ihnen so nah zu kommen, hab ich mir noch vorgenommen, von jeder Spielerin ein ungezwungenes spontanes Porträt zu machen. Alle haben sehr nett zugesagt: Ich hab jeweils ein einziges Bild gemacht, das aber bei schlechtem Licht nicht wirklich perfekt wurde. Aber auf technische Bildqualität kam’s mir vordergründig auch gar nicht an, es sollte aus der Situation heraus möglichst authentisch sein. Außerdem hab ich versucht, die Bilder mit KI-Bildbearbeitung zu verbessern (ohne die Originalaufnahme zu verfälschen), was auch erstaunlich gut funktioniert. Und László hab ich später auch noch erwischt. Zum Schluss (für mich, die Wölfe haben länger durchgehalten) gab’s noch ein Schulklassen-Saison-2025-26-Abschlussfoto: Wolfsrudelbildung mit den Hardcorefans alwaySUHLtras: auuuu… (das ist Wolfsgeheul und bedeutet, im Rudel sind wir stark).

Mehr Informationen:
www.youtube.com/… VfB Suhl 91 LOTTO Thüringen – Die Party zum Meistertitel | DanielEbertTV | 24.04.2026
www.insuedthueringen.de/… Stimmungsvoller Saisonabschluss: Meistertrainer Hollosy glänzt in Robbie-Williams-Manier | Freies Wort | 25.04.2026
www.insuedthueringen.de/… Chronik des Erfolgs: Wie der VfB Suhl das Unfassbare schaffte | Maximilian Simon | Freies Wort | 25.04.2026
volleyball-suhl.de/weg-zum-double-2026/ Eine fundierte Zusammenfassung der Entwicklung des VfB Suhl LOTTO Thüringen von 2020 bis 2026: Das Suhler (Thüringer) Waldwunder

Suhl Wolfsgrube, 22.04.2026: Finale Deutsche Meisterschaft Volleyball Frauen: VfB Suhl Lotto Thüringen wird Deutscher Meister (Foto: Andreas Kuhrt)

22.04.2026 Wolfsgrube Suhl Finale Deutsche Meisterschaft Volleyball Frauen: der VfB Suhl LOTTO Thüringen wird Deutscher Meister 2026

Volleyball Bundesliga Play-Off-Finale 3: VfB Suhl LOTTO Thüringen : Dresdner SC | 3:0

2025/26 war die unglaublichste, erfolgreichste Saison des Frauen-Volleyball-Bundesligateams VfB Suhl LOTTO Thüringen in der 35jährigen Geschichte des Ballsportvereins VfB 91 Suhl: Nach dem Gewinn des DVV-Pokals (zum zweiten Mal nach 2008) am 28.02.2026 in der Mannheimer SAP-Arena als Außenseiter gegen den Bundesligaprimus Allianz MTV Stuttgart mit einem nervenzerreißenden 3:2-Sieg gewannen die Wölfe (so genannt nach der Heimspielstätte Wolfsgrube Suhl, die Sporthalle liegt am Weg Wolfsgrube) auch die Deutsche Meisterschaft in der Volleyball-Bundesliga mit einem denkwürdigen, klaren 3:0-Sieg gegen den Dresdner SC, einem jahrzehntelang etablierten Favoritenverein der Frauen-Volleyball-Bundesliga (neben SSC Palmberg Schwerin und Allianz MTV Stuttgart).

Play-Offs zur Deutschen Meisterschaft

Die Deutsche Meisterschaft im Volleyball wird nach Abschluss der Bundesliga-Hauptrunde in Play-Offs der besten 8 Teams ausgespielt. Der VfB Suhl hatte mit dem erstmals erreichten 2. Platz der Hauptrunde schon eine hervorragende Ausgangsposition für die Play-Off-Serie (mit einem besseren Rang ist das erste Heimrecht in den Entscheidungsspielen verbunden, manchmal ein entscheidender Vorteil). Viertel- und Halbfinale wird in 2 Siegen von max. 3 Spielen entschieden, das Finale mit 3 Siegen aus max. 5 Spielen. Im Viertelfinale siegte das Team des VfB Suhl gegen den VC Wiesbaden (7. der Hauptrunde) mit 3:1 und 3:0 ziemlich überlegen. Im Halbfinale ging es gegen den Vorjahres-Meister SSC Schwerin: die beiden Spiele wurden teilweise knapp, teilweise deutlich 3:1 und 3:0 gewonnen, besonders bemerkenswert: der erste Auswärtssieg des VfB Suhl in Schwerin seit 21 Jahren! Ins Finale hatten sich der VfB Suhl und der Dresdner SC gespielt (mit dem ersten Heimrecht für Suhl). Nachdem der VfB Suhl das Heimspiel am 15.04.2026 gegen die favorisierten Dresdnerinnen erstaunlich deutlich 3:0 (25:22, 25:22, 25:16) gewonnen hatte, siegten sie auch in Dresden (erstmals seit 2011!) in einem engen, spannenden, aber auch teilweise souveränen Spiel 3:2 (23:25, 25:11, 24:26, 25:14, 15:13). Nach zwei Siegen des VfB Suhl war im dritten Spiel gegen Dresden am 22.04.2026 wieder in der Suhler Wolfsgrube überraschenderweise ein glatter Finalsieg der Suhler Wölfe möglich. Ein bisschen Spass musste trotzdem sein: der Bezahlsender Dyn kündigte die Übertragung so an: „Das Finale 3 der Playoffs in der VBL findet am Dienstag, 22. April 2026 um 19:00 Uhr statt. Das Spiel wird in der Suhler Vogtland Arena in Suhl ausgetragen.“ Irgendwo im nahen Osten, im Suhler Vogtland, gleich neben der Suhler Schweiz, wo die Wölfe ihr Unwesen treiben.

Die Wölfinnen sind los

Svea Naujack (#1, Außenangriff), Irene Ramos Mencía (#2, Zuspiel), Lara Nagels (#3, Zuspiel), Roosa Laakkonen (#4, Mittelblock), Hannah Hartmann (#5, Diagonalangriff), Emma Sambale (#7, Libera), Mackenzie Foley (#8, Außenangriff), Sanaá Dotson (#9, Außenangriff), Laura Berger (#11, Mittelblock), Xiang-Chen Lai (#20, Libera), Monika Brancuská (#25, Diagonalangriff) + László Hollósy (Cheftrainer) + weitere Trainer und Betreuer (Alina Nasin (#17, Mittelblock) fehlte wegen Verletzung).

Finale!

Ein paar Stunden nach dem Verkaufsstart waren die Zuschauertickets ausverkauft: Full House in der Suhler Wolfsgrube mit über 1800 begeisterten Volleyballfans: Endspiel-Stimmung, bei der sich die Dresdnerinnen als bisher 6facher Deutscher Meister sicher mit allem was sie können (und das ist viel) gegen die endgültige Niederlage stemmen würden. In einem spannenden, hochklassigen, teilweise dramatischen, ausgeglichenen Spiel mit wechselnder Führung hatte das Suhler Team in den entscheidenden Satz-Endphasen die besseren, unwiderstehlichen Angriffe und gewann schließlich das Finalspiel deutlich mit 3:0 (25:20, 25:16, 25:22). Im 2. Satz wurde das Dresdner Team aber förmlich überrollt und vorentscheidend düpiert. Den Matchball im 3. Satz verwandelte Außenangreiferin Sanaá Dotson um 20:23 Uhr nach knapp 1,5 Stunden Spielzeit mit einem Verlegenheitsangriff aus dem Stand aus ungünstiger Situation, der aber vom Dresdner Block ins Aus ging (www.instagram.com/…).

Zauberhaftes Team: László „Varázsló“, der Zauberer und Monika, die Goldmarie

Matchwinner war einmal mehr unsere Super-Diagonalangreiferin Monika Brancuská als Topscorerin des Spiels mit 19 Punkten und, auch zum wiederholten Mal, wurde sie nicht zur wertvollsten Spielerin gewählt, sondern diesmal Mackenzie Foley (14 Punkte). Bei fast allen Bundesliga- und Play-Off-Spielen war Monika Brancuská die Topscorerin des VfB Suhl: in der Hauptrunde erzielte sie bei insgesamt unglaublichen 700 Angriffen sagenhafte 387 Punkte (die nächstplazierte Marta Kamēlija Levinska vom Dresdner SC 593/293). Wie schon in der vorigen Saison bei ähnlicher Konstellation Anna Artyshuk beim VfB Suhl nicht wirklich gewürdigt wurde (spielt jetzt beim SCC Schwerin eine eher untergeordnete Rolle), betrifft es in dieser Saison Monika Brancuská, die im Verhältnis zu ihrer überragenden Leistung „nur“ 7 mal zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde. Deshalb wurde als wertvollste Spielerin aller Teams in der gesamten Saison Marta Levinska (9 x Gold + 3 x Silber) ausgezeichnet. So geht Wertschätzung! Die herausragende Teamleistung der Bundesliga-Volleyballerinnen des VfB Suhl in dieser Saison zeigte sich auch in den statistischen Rankings: mit Mackanzie Foley, Monika Brancuská und Lara Nagels 3 unter den 5 besten MVPs (wertvollste Spielerin des jeweiligen Matches), 4 unter den 20 besten Topscorerinnen (1. Monika Brancuská, 4. Mackenzie Foley, 18. Roosa Laakkonen, 19. Laura Berger), Blockpunkte: 2. Mackenzie Foley, 3. Roosa Laakkonen. Über alle Saisonspiele hinweg haben die Suhler Wölfe offensichtlich die konstanteste Leistung abgerufen, ihre Chancen gut kreiert und verwertet, relativ wenige Fehler gemacht und (meistens jedenfalls) zum Satzende die Nerven behalten und Punkteführungen selbstbewußt nach Hause bringen können (was früher oft eine Zitterpartie mit oft unglücklichem Ausgang war). Auch wenn der Cheftrainer László Hollósy während der Wettkämpfe nicht immer aufbauend und bedingungslos zugewandt zu seinen Spielerinnen zu sein scheint (die Mecker-Phasen waren aber früher ausgeprägter), muss man anerkennen, dass er während seiner 6 Jahre in Suhl fortwährend Spielerinnen zu besseren Leistungen gebracht und unter den nicht optimalen Voraussetzungen eines relativ kleines Etats ein Superteam mit Teamgeist und Siegermentalität geformt hat. Der Aufstieg des VfB Suhl LOTTO Thüringen von provinzieller Mittelmäßigkeit (2018/19: 9. Platz, 2019/20: 11., 2020/21: 6.) zum Double-Sieger in relativ kurzer Zeit kann man wirklich nur als sensationell, märchenhaft und unglaublich bezeichnen. Sowohl die Spielerinnen und Betreuer als auch wir Volleyballfans und Zuschauer wurden von dieser rauschhaften Erfolgsgeschichte regelrecht überrollt und vielleicht sogar emotional überfordert.

Historischer Moment für den VfB Suhl LOTTO Thüringen: Deutscher Meister 2026

Der Rest des Deutsche-Meister-Märchens ist schnell erzählt: der Matchball kam irgendwie unspektakulär, der Siegestaumel war etwas ungläubig, die Fans waren überwältigt, Gänsehaut und Kloß im Hals, Taschentücher wurden gebraucht, das Team des Dresdner SC konnte zur Vizemeisterehrung schon wieder ein bisschen gequält lächeln, das Suhler Team erhielt Goldmedaillen, Meisterschale, Goldkonfettiregen, Sekt- und Bierduschen, sie lachten und heulten gleichzeitig, wälzten sich schließlich im Goldschlamm des Hallenbodens und versicherte sich gegenseitig immer wieder, dass sie das Ding wirklich gewonnen hatten. Dem Vernehmen nach hat die interne Feier etwas länger gedauert, aber es standen ja auch keine nächsten Spiele mehr an. Nur zur offiziellen Saisonabschlussparty zwei Tage später am 26.04. abends im CCS-Atrium sollten sie wieder halbwegs vorzeigbar sein. Danach ist dieses Wunder von Suhl, das Märchen von den 12 Wölfinen und dem tapferen Zauberer Geschichte…

Fortsetzung? Warten wir mal ab und bleiben zuversichtliche, treue Fans, auch, wenn’s mal nicht so läuft. Es kann nicht jedes Jahr Märchenstunden geben.

Mehr Informationen:
volleyball-suhl.de/… Deutscher Meister 2026 – Krönender Abschluss für Suhler Volleyballerinnen
www.mdr.de/… VfB Suhl holt sich die Meisterschale |mdr Sport im Osten | 22.04.2026
www.mdr.de/… Volleyballmärchen des VfB Suhl mdr Sport im Osten | 23.04.2026
www.sportschau.de/… Das Volleyballmärchen des VfB Suhl | ARD Sportschau mdr | 23.04.2026
www.ardmediathek.de/… Volleyballerinnen vom VfB Suhl holen Meistertitel | mdr Thüringenjournal | 23.04.2026
www.zdfheute.de/… Suhls Erfolgsgeschichte: Vom Abstiegskandidaten zum Doublegewinner im Volleyball | ZGFheute Nachrichten | 23.04.2026
www.rennsteig.tv/… Suhl schreibt Volleyball-Geschichte | Rennsteig TV + Daniel Ebert & Team www.fernsehzimmer.eu | 24.04.2026
www.youtube.com/… Highlights VfB Suhl LOTTO Thüringen – Dresdner SC | Playoffs – Finale Spiel 3 | Dyn Volleyball | 23.04.2026 (diese Highlights sind allerdings so zusammengeschnitten, dass man meint, das der Dresdner SC souverän gewonnen hätte: 10:9 für DSC)
www.dyn.sport/… Volleyball-Märchen am Höhepunkt: Suhl holt deutsche Meisterschaft und macht das Double perfekt | 23.04.2026
www.volleyball-verband.de/… Double perfekt: VfB Suhl LOTTO Thüringen feiert erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte | DVV | 23.04.2026
suhl-volleyball.de private VfB-Suhl-Fan-Website von Gerhard Oßmann (Erfurt/Suhl) mit Spielberichten, Statistiken und Analysen besonders der Saison 2025/26, aber auch zur Geschichte des VfB 91 Suhl seit dem Aufstieg in die Frauen-Volleyball-Bundesliga 2003 | Gerhard Oßmann | 2026
de.wikipedia.org/… VfB 91 Suhl auf Wikipedia

Garten-Fotos: Entfaltung (Foto: Andreas Kuhrt)

Fotos Garten 2022

Ein kleiner Fotowettbewerb des Fotoclubs Kontrast Suhl in Günters Garten/Haus. Es ging darum, aus dem vorhandenen Motivangebot an Pflanzen, Blumen, Hausrat und Sammlerobjekten „vorzeigbare“ Fotos zu machen. Ich hab versucht, ganz gewöhnliche Motive als strukturbetonte Bilder umzusetzen. Dabei hat mich auch die Wirkung von Graustufenbildern gegenüber dem farbigen Original interessiert, z.B. bei Tulpen-Blüten, die ja eigentlich gerade durch die starke Farbigkeit wirken. Alle Fotos wurden mit dem Handy aufgenommen, teilweise im Graustufenmodus, einige Bilder wurden nachbearbeitet (Tonwertkorrektur, Vignette, partielle Scharf-/Weichzeichnung).

Südthüringentrail Suhl 2021: im Ziel (Foto: Andreas Kuhrt)

Fotos Südthüringentrail 2021

Auch 2021 haben Mitglieder des Fotoclubs Kontrast Suhl die Läufer des Südthüringentrails bei Suhl fotografisch begleitet. Ich hatte mir dies mal einen Fotostandort im Heidersbacher Wald am Steinsfelder Wasser gesucht, um etwas „Waldflair“ einzufangen. Hier kommen die Helden- und Riesenläufer ab etwa 3 1/4 Stunden nach dem Start (um 5 bzw. 7 Uhr) nach ca. 36 km vom Thüringer-Wald-Kamm runter, sollten also, soweit möglich, relativ „entspannt“ sein. Allerdings war es dort morgens ab 8 Uhr immer noch so dunkel, dass die meisten Bilder ziemlich unscharf geworden sind: also der Wald, der Bach und die Brücke sind ja immer schön zu sehen, aber die Läufer huschen halt so durchs Bild. Da ist es im Zielbereich im Simson-Gewerbepark deutlich heller und die Zieleinlauf-Emotionen von überschwänglicher Freude bis fix und fertig sehr bewegend. Da macht es wirklich Spaß, Fotos vom Zieleinlauf und Porträts der Läufer zu machen. Die sind auch alle irgendwie offen authentisch und meist glücklich, es geschafft zu haben. Zwischen 10 und 17 Uhr kommen dann zunehmend so viele Läufer ins Ziel, dass es schwierig wird, sich auf einzelne zu konzentrieren. Auch bei der Siegerehrung kann man schöne Fotos machen, weil die meisten Läufer sich gern fotografieren lassen und gut drauf sind. Nach etwa 9 Stunden fotografieren ist man dann aber auch ganz schön platt.

Väterbilder: Abschied . Foto Openair Suhl 2011 (Foto: Andreas Kuhrt)

Foto Openair Väterbilder 2011

25.06. – August 2011 Am Dianabrunnen im Steinweg Suhl

Der Fotoclub Kontrast und der Oberbürgermeister der Stadt Suhl präsentierten im Sommer 2011 wieder eine Openair-Fotoausstellung am Dianabrunnen von Bürgern für Bürger. Dafür haben wir ein Thema gewählt, das zum Mitmachen, Anschauen und Nachdenken anregen soll: „VäterBilder“ – der Titel ist zugleich Programm.
Obwohl das Thema nicht so in meinem Fotofokus liegt, habe ich ein paar Schnappschüsse zum Wettbewerb eingereicht, von denen drei in der Openair-Ausstellung gezeigt wurden.
Das Bild „Abschied“ hab ich mit meinem Fotofreund Tilo & Familie nach einer spontanen Idee arrangiert. Die Absicht war, den vermutlich vielen familienidyllischen Vater-Kind-Bildern einen anderen Aspekt gegenüberzustellen: die Trennung.