Suhl Wolfsgrube, 22.04.2026: Finale Deutsche Meisterschaft Volleyball Frauen: VfB Suhl Lotto Thüringen wird Deutscher Meister (Foto: Andreas Kuhrt)

22.04.2026 Wolfsgrube Suhl Finale Deutsche Meisterschaft Volleyball Frauen

Volleyball Bundesliga Play-Off-Finale 3: VfB Suhl LOTTO Thüringen : Dresdner SC | 3:0

Die Wölfe sind los: Svea Naujack (1, Außenangriff), Irene Ramos Mencía (2, Zuspiel), Lara Nagels (3, Zuspiel), Roosa Laakkonen (4, Mittelblock), Hannah Hartmann (5, Diagonalangriff), Emma Sambale (7, Libera), Mackenzie Foley (8, Außenangriff), Sanaá Dotson (9, Außenangriff), Laura Berger (11, Mittelblock), Xiang-Chen Lai (20, Libera), Monika Brancuská (25, Diagonalangriff) + László Hollósy (Cheftrainer), es fehlt wegen Verletzung: Alina Nasin (17, Mittelblock)

Suhl, Altes Rathaus, 02.03.2026: Empfang der Bundesliga-Volleyballerinnen VfB Suhl Lotto Thüringen: Pokalsiegerinnen 2026 (Foto: Andreas Kuhrt)

28.02.2026 DVV-Pokalsieger: VfB Suhl Lotto Thüringen

02.03.2026 | 16 Uhr Empfang am Rathaus Suhl

In einem hochklassigen, nervenaufreibenden Volleyball-Finalspiel der Frauen um den DVV-Pokal siegte das Team des VfB Suhl LOTTO Thüringen 3:2 (25:17 | 25:18 | 15:25 | 23:25 | 15:13) gegen den Favoriten Allianz MTV Stuttgart in der SAP-Arena Mannheim. Das Bundesliga-Team des VfB 91 Suhl erreichte damit sensationell den zweiten Pokalsieg nach 2008.

Nach einem Empfang am 02.03.2026 durch den Ministerpräsidenten Mario Voigt in der Thüringer Staatskanzlei wurde das Team am Alten Rathaus Suhl von den Suhler Volleyball-Fans zu einer kleinen Pokalsieger-Würdigung empfangen. Die Volleyballspielerinnen und Trainer des VfB Suhl durften sich für ihre hervorragende Leistung in das Goldene Buch des Stadt Suhl eintragen. Etwa 200 bis 300 Suhler Volleyballfans kamen bei einem ziemlich spontanen Empfang des Bundesliga-Volleyballteams VfB Suhl Lotto Thüringen am Alten Rathaus Suhl zusammen. Die Volleyballerinnen kamen direkt von einem Date mit Mario Voigt in der Erfurter Staatskanzlei auf den Suhler Marktplatz vorgefahren. Unter dem Jubel der Fans präsentierten sie sich auf der Rathaustreppe. Ulf Greiser stellte das Team kurz vor und ließ das Pokal-Herzschlagfinale noch einmal Revue passieren. Auch der Suhler OB André Knapp war als Zuschauer in Mannheim dabei und würdigte neben der herausragenden spielerisch-kämpferischen Leistung des Volleyballteams auch die unermüdliche, kreative, mächtig gewaltige Unterstützung des Fanclubs und aller mitgereisten Suhler Volleyballfans.

Als Webdesigner der VfB-91-Suhl-Vereins-Website (verein.vfb-suhl.de) fühle ich mich natürlich auch dem Bundesligateam verbunden und feuere sie bei Heimspielen in der Suhler Wolfsgrube (oder in Meiningen oder in Eisenach) an, war aber leider zum Pokalfinale in der SAP-Arena Mannheim nicht dabei: zu weit, zu teuer, zu viele Leute, zu laut und ehrlich gesagt, konnte ich mir nicht vorstellen, dass der VfB Suhl gegen den Bundesliga-Primus aus Stuttgart eine Siegchance hat. Das am Wochenende davor 3:2 gegen Stuttgart gewonnene Bundesligaspiel sah ich eher als ein taktisches Spiel mit verdeckten Karten an (obwohl die Stuttgarterinnen es sich bestimmt so nicht vorgestellt hatten). Bei der Online-Live-Übertragung des Pokalfinales war ich aber doch total überrascht, wie die Suhler Wölfe mit den Stuttgarter Bärchen in den ersten beiden Sätzen Schlitten gefahren sind. Manchmal beschlich einen aber doch auch ein ungutes Gefühl, wenn sie eine sichere Punkteführung nicht so souverän bis zum Satzende durchbringen konnten. Nach einem Spieleinbruch im 3. Satz durch eine erfolgreiche Stuttgarter Aufschlagserie von Lucía Varela Gómez, die die Suhler Annahme nicht in den Griff bekam, dachte man schon daran, dass das Spiel auch kippen könnte. Um so trauriger, dass eine schöne, konsequent herausgespielte 5-Punkte-Führung im 4. Satz nicht zum Sieg reichte. Und als die schon etwas beruhigende 3-Punkte-Führung im entscheidenden Tiebreak durch kleine Inkonsequenzen im Suhler Spiel in ein 13:11 für Stuttgart umgedreht wurde, dachte ich schon, das war’s jetzt, das lässt sich so ein selbstbewusstes eingespieltes Team wie Stuttgart nicht mehr nehmen. Aber denkste: mit unbändigem Willen und ein wenig Glück konnten die Suhler Wölfinnen dem Endspieldruck standhalten und mit 4 Punkten in Folge diesen Satz wieder drehen und das Stuttgarter Team zur Verzweiflung treiben. Wöl-Finnin wäre in dem Fall auch richtig, denn die Finnin und Suhler Teamkapitänin Roosa Laakkonen hatte in einem Block zusammen mit Sanaá Dotson den entscheidenden 15:13-Siegpunkt im Tiebreak gemacht. Das grenzte schon an Majestätsbeleidigung gegenüber einem eigentlich schon vorher feststehenden Pokalsieger aus Stuttgart. Kein Regisseur hätte sich so einen spannend-dramatischen Spielverlauf ausdenken können.

Dass das erfolgreichste Bundesligateam Thüringens im Land und in der Stadt Suhl auch mal wahrgenommen und geehrt wird, war längst überfällig. Bestimmt würden sie sich auch über mehr Unterstützung im Alltag freuen, mehr als über werbewirksame Aufmerksamkeit bei prestigeträchtigen Siegen. Im Grunde nutzt ja die Ehrung der Stadt und dem Land mehr als den Geehrten. Aber schön war’s doch, das Team mal so nah und fröhlich zu erleben. Zum Abschluss wurde noch die Siegeshymne We Are The Champions (Queen passt ja auch irgendwie zu unseren Volleyball-Frauen) und die (un)heimliche Südthüringer Hymne, das Rennsteiglied, mitgesungen (wobei alle drei Strophen auch ein bisschen ermüdend für die in den letzten drei Tagen arg strapazierten Spielerinnen und das ganze Team waren).

Mehr Informationen: volleyball-suhl.de/…