Unser Jugendherbergszimmer: die Osterhasen sind los am Ostersonntag-Morgen
Thüringer Osterwandergruppenbild...
zwischen Jugendherberge und Kalter Bode
Direkt bei der Jugendherberge Schierke beginnt der Aufstieg zum Brocken und damit der Nationalpark Harz...
über die Großmutter-Rodelbahn (na denn, Hals- und Beinbruch)...
die zweigt dann auf die Alte Bobbahn ab (deutlich flacher als die, wo sie früher die Großmütter runtergeschubst haben)
Ausblick von der Alten Bobbahn: links unten liegt die Jugendherberge am Ortsende Schierke, Mitte oben: kleiner Winterberg (837 m), rechts: Wurmberg (971 m) mit Turm, wo wir gestern (fast) waren
Nach etwa 1,5 km Aufstieg erreicht man die Trasse der Brockenbahn (leider war vor 10 Minuten gerade ein Zug von Schierke aus hochgefahren, der nächste kommt ungefähr in 'ner Stunde)
Ab dem Bahnübergang kann man auf dem Bahnparellelweg weitergehn: vielleicht kommt ja mal zufällig noch 'ne Brockenbahn vorbei
Fichtenmikado (Foto: Manuela Hahnebach)
Im Nationalpark werden nur die Wege geräumt und potenziell gefährliche Bäume entfernt...
der Rest bleibt stehen oder liegen wie er will, die Natur soll sich selbst helfen nach dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“, auch wenns wehtut
Ach, wenn doch hier mal eine Brockenbahn vorbeikommen würde...
Da raucht doch was aus Richtung Schierke...
die Brockenbahn...
heizt den Brocken hoch...
das ist ja hier wie mdr-Eisenbahn-Romantik...
nur in echt
So ganz gesund kann das auch nicht sein, ich glaub, der Brocken ist eigentlich Nichtraucher und hat eine Rauchallergie
Als nächstes: der Aufstieg durch den Eckerlochstieg...
eigentlich eher ein Gebirgsbach...
als ein Weg
Nach dem Grünes-Band-Wander-Motto "Die Höhe ist schnell erreicht" auf der Brockenstraße kurz vor dem Ziel: 2 Stunden ab Schierke, 6 km, 500 Höhenmeter
Hier wurde am 3.12.1989 die Öffnung der militärischen Sperrgebiets Brockenkuppe erzwungen (und einen ziemlich hölzernen Gedenktafeltext gleich mit)
Das Brockenplateau ist nicht gerade ein touristisches Highlight, aber vielbesucht: von links nach rechts: das Bahnhofsviertel (Brockenwirt überfüllt), Freiluftimbiss (kalt und windig), das Brockenhotel (aktuell geschlossen), Fernmeldeturm mit Technikgebäude (da haben wir eh nix zu melden), Brockenhaus mit Tourist-Info, Museum und Café (das haben wir nicht gewusst)
Monis Brockenhasen müssen es rausreißen... (Foto: Manuela Hahnebach)
einem geschenktem Hasen guckt man nicht ins Maul (Foto: Manuela Hahnebach)
Manus Brockenhase (Foto: Manuela Hahnebach)
Das Brockenhotel ist in diesem Jahr geschlossen, auch sonst war das Brockenplateau bei Kälte und Wind, ohne Sitz- oder Unterstellmöglichkeiten (wieso wurde eigentlich das Wolkenhäuschen,im Bild rechts, abgelehnt?) eine Versorgungswüste (Foto: Manuela Hahnebach)
Unser Zuflucht am Brocken: ein Windfang am Hintereingang zum Nationalpark-Zentrum Brockenhaus (Foto: Annett Zastrow)
Fotopunkt am Brockengipfelstein mit 1142-m-Markierung: der Brocken ist der höchste Berg Norddeutschlands, der windigste Ort Deutschlands (können wir bestätigen), der nasseste im nördlichen Mitteleuropa, das Wetter ist mit Island vergleichbar, also ein hervorragendes Ausflugsziel (Foto: Peter Zastrow)
Nix wie weg: wenigstens im Abgang etwas sonnig (Foto: Annett Zastrow)
Auf der Brocken-Rückseite geht der Hirtenweg in Richtung Nordwesten zum Eckerstausee und kreuzt wieder die Brockenbahn, die pünktlich zur Stelle ist, wenn man sie fürs Foto braucht
Man weiß nicht, wie oft hier Hirten lang kommen, wesentlich öfter waren es bestimmt DDR-Grenztruppen: dieser Kolonnenweg geht über fast 4 km 500 Höhenmeter gleichmäßig bergab (von 1141 auf 632 m), das war auch kein Spaß...
zwischendurch: ein fast idyllischer Blick mit Bäumchen zurück zum Brocken...
ungefähr auf halber Strecke und Höhe des Hirtenstiegs gibts eine willkommene, aber für 8 zu kleine Bank...
mit Ausblick: auf den Eckerstausee und dahinter im Sonnenlicht im gelobten Land (Niedersachsen) unser Wanderziel Bad Harzburg
Wo der Hirtenstieg auf die Kegelbahn trifft, ist der Frickenplatz beim Scharfenstein (697 m) (ich hab mir diese Namen nicht ausgedacht)...
und dort tauchte wie eine Fatamorgana die Nationalpark-Rangerstation Am Scharfenstein auf...
mit Imbiss-Angebot, ein Lichtblick in der Brocken-Gastronomiewüste
Kurz vor dem Eckerstausee gibt es wieder, nennen wir es mal: lichten Urwald...
wenn man Glück hat, bekommt man eines der seltenen endemischen Wanderfaultiere zu Gesicht, das den ganzen Tag nur abhängt...
da sind die Erdkröten fleißiger (Foto: Manuela Hahnebach)
Immer die Gleichen auf den Bänken: diesmal mit Brockenüberdeneckerstauseeblick
Auf der Staumauer sind wir zum ersten (und einzigen) Mal an diesem Tag an unsere Grenze gekommen, na ja, nicht direkt an unsere, sondern an die ehemalige DDR-Grenze: eben noch in Sachsen-Anhalt...
jetzt schon in Niedersachsen: die ehemalige Staats- und jetzige Landesgrenze geht etwa 2 km westlich des Brocken immer am Flüsschen Ecker entlang und mitten durch den Eckerstausee (unsere Brocken-Wanderung verlief bisher auf ehemaligem DDR-Gebiet)
Die Eckertalsperre wurde 1939-43 als Betongewichtsstaumauer gebaut und dient zur Trinkwasserversorgung (bis nach Wolfsburg), Stromerzeugung und Hochwasserschutz (Foto: Manuela Hahnebach)
weitere 1,5 h später sind wir in Bad Harzburg (manche mit Bus, manche zu Fuß): an unserer Herberge Stadtparkhotel Alexandra
Das ist nicht Alexandra, sondern ganz schön stilsichere Deko der Chefin...
Alexandra (Fricke) hat viele Gestaltungsideen in ihrem (zusammen mit Robby Chmiel) seit 2017 betriebenen kleinen Hotel umgesetzt...
Jedes Zimmer ist individuell thematisch gestaltet: Klein-Röschen im Rosenzimmer
Na mal sehen...
träum weiter...
Zur blauen Stunde
Auf Nahrungssuche in Bad Harzburg: es gibt zwar einige Gaststätten, aber komm' mal am Ostersonntagabend unangemeldet mit 8 Leuten irgendwo rein...
Das ehemalige Hotel Parkhof (von 1905) wurde frisch saniert, aber für Mode & Stil hatten wir im Moment kein Interesse
Auch dieses Highlight hatten wir vor lauter Hunger nicht bemerkt (obwohl es gleich neben neben dem Hotel Victoria steht): der Jungbrunnen (von Metallgestalter Jochen Müller aus Quedlinburg) (Foto: Stefan Böhme, 2022, Quelle: Google Maps)
Unsern eigenen Jungbrunnen fanden wir schließlich gleich nebenan im China-Restaurant Golden Palast im Hotel Victoria